Bedarfs- und Versorgungslage

In seiner langjährigen Arbeit als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie hat Dr. Andreas Krüger Hunderte schwer traumatisierte Kinder und Jugendliche behandelt. Den aktuellen Kriminal- und Unfallstatistiken zu Folge werden allein in Hamburg jedes Jahr mehrere Tausend Kinder und Jugendliche Opfer von Gewalt, Missbrauch, technischen Katastrophen und anderen traumatischen Erlebnissen. Ganz aktuell wächst die Zahl traumatisierter junger Menschen durch Flüchtlingskinder, die mit leidvollen Erfahrungen zu uns kommen. So gut ambulante Versorgungseinrichtungen und stationäre Kinder- und Jugendpsychiatrische Kliniken auch arbeiten: Die langen Wartezeiten und zu wenig spezialisierte Therapeuten verweisen auf den eklatanten Mangel an Behandlungsplätzen für diese schwer traumatisierten Kinder und Jugendlichen. Einzig eine intensive, ganzheitliche Behandlung kann nachhaltige Heilerfolge bewirken.

Umfassende, spezifische Hilfe steht aber bislang ebenso unzureichend zur Verfügung wie die dafür benötigten finanziellen Mittel. Oft notwendige, lange Behandlungszeiträume sind im vollstationären und meist auch im ambulanten Setting nicht oder nur sehr begrenzt möglich. Für viele Kinder und Jugendliche sind stationäre Maßnahmen dauerhaft nicht sinnvoll, denn diese entsprechen einer sozialen Isolation und werden häufig von Stigmatisierung im gewohnten sozialen Umfeld begleitet.

Traumatisierte junge Menschen werden oft weder als traumatisiert erkannt noch entsprechend spezifisch behandelt. Häufig bekommen ihre schlimmen Erlebnisse Macht über ihr ganzes Leben und richten psychische und körperliche Schäden an. Das Ankerland Trauma-Therapiezentrum ist die bundesweit erste integrative und ambulante Einrichtung, in der traumatisierte Kinder fernab vom Krankenhaus-Ambiente intensiv und so lange wie nötig behandelt werden.